Obertoninstrumente
Alle meine Instrumente stimme ich mittlerweile nicht mehr auf 440 hz sondern auf 432 hz, da diese Stimmung eher der Heilenergie der Erde entspricht und einen wärmeren und heilsameren Klang erzeugt.

Monochord (Polychord)

Bereits Pythagoras bediente sich im 6. Jahrhundert vor Christus eines Monochords um mathematisch-akustische Gesetzmässigkeiten zu erklären. Dabei handelte es sich allerdings wirklich noch um ein einsaitiges Instrument (Monochord = eine Saite), während heutzutage eine unterschiedliche Anzahl Saiten auf den gleichen Ton gestimmt werden, was zu Interferenzen zwischen den Saiten führt und so einen Reichtum an Obertönen entstehen lässt. 

Streicht man mit den Fingern leicht und gleichmässig über die Saiten hinweg, entsteht ein energiereicher Klangteppich, der mit seinen vielschichtigen Obertonmelodien an Engelschöre erinnert. Durch diesen obertonreichen Klang werden im Gehirn Alphawellen erzeugt, die uns in einen meditativen Zustand versetzen und somit zu tiefer Entspannung führen.  Im Bild sehen sie zum Beispiel ein Quintenmonochord das über eine zusätzlich eAbstimmung in Oktave und Quinte verfügt.
 

Elfenharfe

Nein, eigentlich ist dieses 1,20 lange klingende Etwas kein Monochord, und erst recht kein gewöhnliches Instrument... Aber es gehört natürlich und unbedingt zur Familie der Monochorde...

Nur kann man ihren Klang nur sehr begrenzt mit dem eines Monochordes vergleichen, denn hier sind nicht alle Seiten gleich gestimmt sondern mit Basssaiten regulär auf d und a und ergeben so eine Vielfalt von Obertönen die man auf einem Monochord so nicht erzeugen könnte. Auch liegen diese Obertöne hier nicht immer exakt an ein und der gleichen Stelle. Man kann die Elfenharfe hunderte male spielen und es klingt hunderte Male anders und immer wieder neu.

Bei mir ist es nur indirekt eine Elfenharfe, denn wie sollte es anders sein, ist bei mir eine Drachenelfe mit dem Namen Erindrak eingezogen.

 

 

Tanpura

chordunDieses klassische Instrument indischer Musik gehört zur Familie der Langhalslauten und zeichnet sich durch einen besonders obertonreichen Klang aus. Der Klangkörper ist aus einem verholzten Kürbis, Decke und Hals sind aus Holz (meist Tun, eine indische Art des Teakholzes) gefertigt. Die 4 (manchmal auch 5 oder 6) Metall-Saiten sind meist auf einen Grundton, dessen Oktave (auf 2 Saiten) und die Quinte gestimmt und werden mit Zeige- und Mittelfinger gezupft.

Der leicht gebogene Steg aus Antilopenhorn oder anderen Tierknochen bewirkt, dass die Saiten nur an einer Stelle aufliegen und dadurch relativ frei schwingen können. Die charakteristische, langgezogene und absteigende Leiter von Obertönen entsteht jedoch durch den Baumwoll- oder Seidenfaden, der zwischen Steg und Saite geklemmt wird. Auf dem Bild sehen sie ein Chordun, das wie eine Mischung aus Tanpura und Sitar anhört.


 

Chinesischer Gong (Tamtam oder Chao Luo)

Tamtam-GongUm ca. 3500 vor Christus begann das Bronzezeitalter und damit auch die Herstellung erster klingender Bronzeobjekte. Seit Jahrtausenden werden die chinesischen Tamtams in Wuhan in einem Prozess hergestellt, der alle vier Elemente vereint: aus der Erde stammt das Metall, das mit Feuer und Luft zum Glühen gebracht und mit Wasser wieder abgekühlt wird. Durch das dünne Zentrum der Scheibe und deren dicken umgebogenen Rand konzentrieren sich die Schwingungen auf das Zentrum, während der Rand die Töne so lange hält, bis die breitgefächerten Obertonvariationen verebbt sind und nur noch der mächtige, tiefe Grundton bebt. Das Schwarze sind Schlackereste vom Bronzeguss, die mit geheimen Mischungen aus fast allen Metallen versehen sind. Das Goldene kommt durch Abdrehen der Schlackereste zum Vorschein. Dabei werden die Gongs gleichzeitig durch Hämmern gehärtet und dadurch das Material an bestimmten Stellen verdichtet. Das Zentrum wird immer leicht einwärts getrieben.

Im asiatischen Raum hatte der Gong oft eine sakrale Bestimmung. Heute ist er auch bei uns ein gefragtes Instrument, besticht er doch durch sein unverhofft vielseitiges und ausdrucksstarkes Klangverhalten, das durch differenziertes Anschlagen und die unterschiedliche Beschaffenheit der Schlegel hervorgerufen wird. Mit einem Gummischlegel gerieben entlocken wir dem Gong wundervoll klingende Obertonmelodien, die an ganze Blas- und Streichorchester erinnern. Tamtams wirken sehr zentrierend und meditativ öffnend, Dimensionen und Horizonte überschreitend. Ihre starke Vibration bringt den hohen Wasseranteil in unserem Körper zum Schwingen und bewirkt so in unserem Bewusstsein eine Auflösung der körperlichen und geistigen Grenzen, was uns ein Gefühl der Weite erleben lässt.

 

Fen Gong (auch Windgong)

Fen GongDer chinesische Fen Gong ist eine nahezu flache Scheibe aus poliertem Messing. Wegen seines strahlenden Glanzes wird er manchmal auch als Sonnengong bezeichnet. Dieser Gong ist fast randlos aus einer dünnen, hellgelben Metallplatte getrieben und leicht gewölbt. Dadurch können sich die Schwingungen leichter ausbreiten, und der Gong fängt bei stärkerem Anschlagen kräftig zu vibrieren an. Dadurch entstehen wellenförmige Klänge mit grossem Volumen.

Der Fen Gong kann beidseitig bespielt und die kleineren Grössen bis 55 cm Durchmesser auch gut in der Hand gehalten werden. Die grossen Gongs werden im Gongständer aufgehängt. Sie sind wertvolle Begleiter in der Klangarbeit, Klangtherapie und Klangmassage. Ein Fen Gong eignet sich ausserdem gut zur energetischen Reinigung von grösseren Räumen. Eine Kombination dieser beiden Gongs stellt der Sonnen Gong dar, nicht ganz so tief gehend wie der TamTam und nicht ganz so leicht aufbrausend wie der Fen Gong stellt er eine gute Zwischenstellung dar.
Eine zusätzliche Variante ist der Sonnen- oder Bienengong der in gewisser Weise ein Zwischending zwischen TamTam Gong und Fen Gong darstellt auch klanglich.

Tibetische Klangschale        

Überliefert aus den Ritualen und Zeremonien des Buddhismus kommen tibetische Klangschalen (auch "singende Schalen" genannt) bereits seit vielen Jahren nicht mehr aus Tibet, sondern vorwiegend aus Nepal und Nordindien. Alte Schalen stammen überwiegend aus der Zeit vor dem Überfall der Chinesen auf Tibet (1959) und sind daher mindestens 45 Jahre alt. Die Schalen sollen nach einem geheimen Rezept aus 7 verschiedenen Metallen hergestellt werden, die jedes einem der seit alters her bekannten Planeten zugeteilt sind. Es sind dies: Gold für die Sonne, Silber für den Mond, Kupfer für die Venus, Eisen für den Mars, Zinn für Jupiter, Blei für Saturn und Quecksilber für Merkur. Jedes dieser Metalle hat einen eigenen Klang, einschliesslich der Obertöne.

Die Schalen können mit einem Schlegel angeschlagen oder mit einem Klöppel an ihrer Aussenseite gerieben werden. Dabei sind Druck und Geschwindigkeit für das Aufwallen des Tones ausschlaggebend. So entfalten die Schalen einen faszinierend vielschichtigen, farbigen Klang, der uns tief in der Seele berührt. Über einem tiefen Grundton entfalten sich ganze Kaskaden von singenden Obertönen, die frei im Raum zu schweben scheinen. Der Klang ist lange anhaltend, und selbst nach einer Minute oder mehr ist noch ein zarter Nachhall vernehmbar, der langsam mit der Stille verschmilzt und uns in eine Stimmung von Ruhe und Hingabe führt. Die starken Vibrationen sind nicht nur sicht- und hörbar, sondern auch deutlich zu spüren, weshalb Klangschalen gerne für Klangmassagen verwendet werden. Dazu kann man sie überall auf dem Körper auflegen, so dass sie ihre Schwingungen auf den Wasseranteil in unserem Körper übertragen können und dadurch unsere Zellen innerlich massieren und harmonisieren.

Ich arbeite in der Regel mit Klangschalen von Peter Hess die 12 Metalle beinhalten.
 

Kristallklangschalen

Diese grossen weissen Schalen aus reinem Bergkristall haben eine ganz besondere Ausstrahlung. Wer sie einmal gehört hat, ist sofort fasziniert von dem extrem langen Nachklang und dem raumfüllenden und energiereichen Ton.

Er scheint körperlos und sphärisch frei im Raum zu schweben und gar nicht direkt von der Schale zu kommem. Die grösseren Schalen können bis zu 5 Minuten nachschwingen. Durch die hohe Bauform erscheinen sie viel grösser, als es ihr Durchmesser in cm vermuten lässt.

Zimbeln

ZimbelnSie sind vermutlich im Bronzezeitalter in Mesopotamien entstanden und bestehen heute aus diversen Metall-Legierungen. Die reliefartigen Verzierungen haben symbolischen Charakter. Die Kraft dieser Symbole soll durch den Klang im Raum verteilt werden. Es sind traditionelle Ritualinstrumente, die vor allem in buddhistischen Klöstern dazu verwendet werden, Meditationen einzuleiten oder um bestimmte Abschnitte im Ritual zu betonen. Durch ihren hohen, langen, schwingenden Klang, der sehr reich an Obertönen ist, verursachen sie Klarheit und Wachheit im Kopf und fördern die Konzentration. Außerdem wirkt sich ihr heller, klarer Klang reinigend auf die Umgebung aus, weshalb sie sehr gerne zur atmosphärischen Reinigung eines Raumes oder zur energetischen Aurareinigung benutzt werden.
 

Shrutibox

ShrutiboxDieses Harmoniumartige indische Instrument hat einen anhaltenden und kräftigen Bordunklang und eignet sich hervorragend zur Begleitung von Obertongesang. Durch die Bedienung des Blasebalgs wird Luft an den Metallzungen im Innern vorbei geblasen und bringt diese zum Schwingen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn eines oder mehrere der Ventile auf der Vorderseite geöffnet sind, so dass die Luft entweichen kann. Mittels der Ventile kann die optimale Tonhöhe zur Singstimme eingestellt werden. 
 

Shakuhachi hier die Drachenflöte

Es handelt sich um eine fünflöchrige Flöte aus speziell ausgesuchtem und gelagertem Bambus, die am Mundstück mit einem genau eingepassten Hornstück versehen wird und traditionell pentatonisch gestimmt ist. Die Legende bringt sie mit dem Zen-Meister Fuke in Verbindung, der im 9. Jahrhundert in China lebte und der Überzeugung war, er könne die buddhistische Lehre am besten durch den Klang seiner Handglocke vermitteln. Einem seiner Schüler soll es gelungen sein, den Klang der Glocke auf seiner Flöte nachzuahmen.

Vor ca. 500 Jahren kam die Shakuhachi nach Japan und war ausschliesslich ein Instrument der wandernden Zen-Mönche. Sie wurde nicht als Musikinstrument, sondern als Werkzeug zur Erleuchtung betrachtet. Der Spieler muss sich auf die Flöte einlassen, ihr zuhören, die Töne einfach entstehen lassen, denn sie spielt nur, wenn man ihr zuhört. Ihr Klang ist voller Obertöne, luftig und weich und vermag in vielfältigen Klangfarben Tierstimmen zu imitieren und Stimmungen in der Natur zu vermitteln.

Ich persönlich bevorzuge allerdings die Oriental Flute des amerikanischen Flötenbauers Leonardo Aguirre, die als Querflöte gespielt wird und auch einen weicheren volleren Klang besitzt, ansonsten aber exakt in der Stimmung der Shakuhachi ist. In meinem Falle ist es eine speziell für mich hergestellte Drachenflöte.
 

Naturtonflöte

NaturtonflöteDie Naturtonflöte und die slowakische Fujara unterscheiden sich im Wesentlichen nur dadurch, dass die Fujara über drei Grifflöcher verfügt, während der Spieler auf der Naturtonflöte lediglich durch verschieden starkes Anblasen und durch Abdecken des Rohrendes unterschiedliche Töne erzeugt. Auf diese Weise enstehen zwei natürliche Obertonreihen. Die Obertonleiter ist die natürliche Urform einer Tonleiter und wird deshalb auch "Natur-Tonleiter" genannt. Diese reinen Töne folgen in ihrem Abstand zum Grundton einer bestimmten Gesetzmässigkeit, die sich in sämtlichen Strukturen des Kosmos wiederfindet - so auch in den Proportionen des menschlichen Körpers. Daher treffen diese Klänge in uns auf ein natürliches Resonanzfeld und bringen uns in Einklang mit der Schöpferkraft des Lebens.

Bei beiden Instrumenten handelt es sich ursprünglich um Hirtenflöten, die aus zwei unterschiedlich langen Ästen aus Holunderholz (neuerdings auch aus Bambus) zusammengefügt werden. Das fertige Instrument misst bis zu 170 cm. Der tiefe Grundton klingt leise und gehaucht und hat einen weichen, leicht rauhen Klang. Das Instrument lässt sich bis in die zehnte Lage überblasen, wobei gerade in den höheren Lagen zwei bis drei Töne gleichzeitig gespielt werden können, was daran liegt, dass der Abstand zwischen den hohen Obertönen immer geringer wird. So lassen sich der Flöte in den höheren Lagen wunderbar klare und fröhliche Klänge entlocken.
 

Die Körpertambura

Die Körpertambura ist handlich, sehr gezielt einsetzbar und sehr wirkungsvoll.Der Boden ist konkav gewölbt und passt sich gut dem menschlichen Körper an. Die Resonanzdecke ist mit 28 gleichgestimmten Saiten in Tamburastimmung bezogen.
Die Abfolge Quinte – verdoppelte Oktave – Grundton (a – d’ – d’ –  d) wiederholt sich 7-fach und endet auf einem tiefen
Basston (D). Im therapeutischen Einsatz wird die Körpertambura behutsam auf bestimmte Körperregionen (z.B.) Rücken, Brust, Bauch oder Beckenbereich) aufgelegt. Wenn der Spieler die Saiten anstreicht, spürt der Bespielte eine feine Vibration und wird sanft von Klang umhüllt. Dies fördert die Durchlässigkeit, Atmung und Körperwahrnehmung.
Aufgrund ihrer Klangfülle eignet sich die Körpertambura auch sehr gut zum aktiven Spiel, z.B. als Klangbegleitung für die Stimme, für modale Improvisationen oder als Begleitung für Klangmeditationen und Klangreisen.

 

Indianische Liebesflöte - Kiowa Love Flute

Indianische LiebesflöteDiese Flötenart mit fünf pentatonisch gestimmten Löchern kommt nur bei den nordamerikanischen Indianervölkern vor, die sie traditionell sorgfältig von Hand aus Zedernholz anfertigen und bei feierlichen Zeremonien verwenden.

Einzigartig an dieser Flöte ist, dass die Luft vom Mundstück aus bis unter den Block, der oft in Vogelform gearbeitet ist, strömt, wo sie im engen Gang zwischen Vogel und Flöte komprimiert und anschliessend über das Labium geblasen wird. Besonders interessant sind ihre warmen, langgezogenen, klagend-süssen Töne, die durch sanfte Luftdruckveränderungen erzeugt werden und eine mystische Anziehungskraft ausstrahlen.
 

Schamanentrommel 

SchamanentrommelIn verschiedenen Gegenden der Welt haben Schamanen schon vor 40 000 Jahren Trommeln für ihre Rituale, Zeremonien und Heilungen verwendet. Die Schamanentrommel ist eine einseitig bespannte Rahmentrommel. Die Tierhaut wird mit einer Verknüpfung über einen Holzrahmen gespannt, so dass in der Mitte ein Haltekreuz entsteht. Auf diese Weise kann nicht nur das Fell, sondern auch der Korpus frei schwingen. Oft werden auch Lederstücke oder Kristalle eingearbeitet. So erhält jede Trommel ihre eigene "Seele". In der Regel misst sie 40 - 45 cm im Durchmesser. Gespielt wird die Schamanentrommel mit einem Stoff-, Filz- oder Lederschlägel. Der warme, dunkle und lang anhaltende Grundton, welcher von einer Vielzahl von Obertönen umspielt wird, trägt weit und berührt uns tief im Innern und aktiviert unsere rechte Gehirnhälfte. Ihr ausgewogenes Klangbild erlaubt unterschiedliche Einsatzbereiche. Langsam und gleichmässig angeschlagen und so den Herzschlag imitierend, erinnert sie an vorgeburtliche Erlebnisse. 

Als Hilfsmittel auf einer Schamanenreise kann sie uns auch Zugang zu anderen Wirklichkeiten und Bewusstseinszuständen verschaffen. Auf diesen Reisen begegnet man verschiedenen archetypischen und archaischen Kräften (beispielsweise in Form von Krafttieren), die uns Hilfestellung geben bei Krankheit und Problemen und uns wieder in unsere Mitte zurückführen.
 

Djembe

DjembeSie stammt aus dem 12. Jahrhundert aus dem grossen Mali-Reich (Westafrika), wo sie als Trommel der Malinke und Bambara bekannt war. Die Länder Ghana, Guinea und Senegal sind (neben Indonesien) klassische Ursprungsländer der Djembe. Der kelchförmige Holzkorpus wird meist aus einem Baumstamm (z.B. Mangobaum, Tsuinidua, Mahagoni oder Steinholz) herausgeschlagen und geschnitzt oder gedreht und manchmal auch mit Schnitzornamenten verziert. Der Klang ist abhängig von der Holzart, der Trommelform sowie von der Art des Felles, mit dem sie bespannt wird. Meist wird eine Ziegen- oder Antilopenhaut verwendet, jedoch auch Kuh- oder sogar Dachshäute kommen zum Einsatz. Deshalb kann der Klang von metallisch-knackig (Ziege) bis weich und dumpf (Antilope) variieren. Gespannt wurde das Fell ehemals mit aus Fellstreifen gedrehter Schnur, welche jedoch in neuerer Zeit durch Kunststoffschnüre ersetzt wurde, welche über eine längere Haltbarkeit verfügen.

Djemben wurden traditionell dazu benutzt, Nachrichten über weite Entfer-nungen zu übermitteln, ausserdem dienten sie als Instrument in Heilzeremonien und als Erzählinstrument. Oft nahm man mit Hilfe der Trommeln auch Kontakt mit verstorbenen Vorfahren auf. Trommeln sind in Afrika die gebräuchlichsten Instrumente, und jedes Dorf verfügt über eine oder mehrere Djemben und einen eigenen Meistertrommler.
 
Die Djembe wird mit den Händen angeschlagen, wobei durch differenzierte Handstellungen verschiedene Klangfarben erzeugt werden. Mit ihren vollen Basstönen (in der Mitte des Fells), mittleren Open- und knackig-hellen Slap-Klängen (am Rand der Trommel), bietet die Djembe eine Vielzahl von klanglichen Variationsmöglichkeiten.
 

Didgeridoo

DidgeridoosDas wichtigste Instrument der australischen Ureinwohner ist eines der ältesten Musikinstrumente der Welt. Archäologen schätzen sein Alter auf 5000 bis 20 000 Jahre. Es besteht aus einem von Termiten ausgehöhlten, ca. anderthalb bis zweieinhalb metrigen Ast oder Stamm des Eukalyptusbaums, der von den Aborigines gesucht und weiter verarbeitet wird. Der Ast wird von der Rinde befreit, mit Ocker eingerieben oder mit bestimmten Symbolen bemalt, und enge Stellen im Rohr werden durchbrochen.
 
Den Namen verdankt das Didergidoo seinem unverwechselbaren Klang, der an ein "duu-didscheri-duu" erinnert. In den Traumzeit-Erzählungen der australischen Ureinwohner taucht es als wichtiges Schöpfungs-Werkzeug auf. Ausserdem wurde es als Heilungsinstrument verwendet. Die Vibration des Klanges durchdringt beim Bespielen des Körpers die Zellen und löst auf diese Weise energetische Blockaden auf.

Die Luftsäule im Rohr des Didgeridoos wird durch die Lippenvibration des Spielers zum tönenden Schwingen gebracht. Durch die Technik der Kreis- oder Zirkuläratmung bricht der Ton nie ab, und es wird möglich, scheinbar endlos weiter zu spielen. Dieses anhaltende Blasen versinnbildlicht den unentwegt zirkulierenden Atem des Universums. Verschiedene Zungenstellungen, die Lippenspannung, hineingerufene Laute sowie Kontraktionen von Wangen und Zwerchfell ermöglichen zudem unterschiedliche Klangfarben und Rhythmus-Variationen.
 

Maultrommel

MaultrommelnForscher glauben, dass der Ursprung der Maultrommel aus Holz und Knochen in der Steinzeit in Südasien liegt. Im Uralgebiet fand man metallene Instrumente, die aus dem 8. Jahrhundert stammen dürften. In Zentralasien hatte die Maultrommel früher eine rituelle Funktion und wurde von den Schamanen bei ihren Zeremonien verwendet. Noch heute spielen Schafhirten spezielle Melodien (Chabans) als Zeitvertreib beim Hüten ihrer Tiere. Etliche alte Spieltechniken sind leider verschwunden, aber immerhin gibt es zur Zeit gegen 20 Arten des Maultrommelspiels.

Die Maultrommel ist ein Naturton-Instrument, das heisst, ihre spielbaren Töne befinden sich in der Naturtonreihe. Der Grundton klingt als Bordun immer mit, was man als Zweiklang bezeichnet. Das recht kleine Instrument besteht aus einem Rahmen und einer schwingfähigen Zunge, während der Mundraum als Resonator dient. Der Klang der Maultrommel wirkt also in den Musiker hinein. Das Instrument wird mit seinen Schenkeln an die leicht geöffnete Zahnreihe gelegt, so dass die Metallzunge ungehindert schwingen kann, wenn sie angezupft wird. Durch unterschiedliche Stellung von Wangen, Lippen, Zunge, Kiefer und Gaumen werden jeweils andere Obertöne verstärkt und hörbar gemacht. So wird der Spieler zu einem unverzichtbaren Teil des Instrumentes, denn er stellt den Klangraum zur Verfügung und bestimmt die Modulation.
 

Schwirrholz

SchwirrholzDie Geschichte des Schwirrholzes begann vor 25 000 Jahren. Einst in verschiedensten Gebieten der Welt verbreitet, ist es heute noch bei den australischen Ureinwohnern sowie den Indianern zu finden. Es besteht aus einem spatelförmigen Stück Holz (auch Rinde, Samen, Knochen oder Muscheln werden verwendet) und wird an einer langen Schnur (die Aborigines verwenden auch verfilztes Haar) kreisförmig durch die Luft geschwungen. Dabei entsteht ein mächtiger, mystisch-brummender Basston, der bei schnellerer Rotation in ein Sirren übergeht. Dieser Klang wird mit Gewitterrollen und dem Rufen der Götter in Verbindung gebracht und dient den australischen Ureinwohnern zur Kommunikation mit den Ahnen. Oft sind die Schwirrhölzer reich verziert.

Einer Weiterentwicklung des Schwirrholzes begegnen wir im Schwirrbogen, der einen kleineren Aktionsradius aufweist. Zwei Gummibänder sind auf einen Holzstab gespannt, der sich um eine Gelenksachse dreht. So lassen sich gleichzeitig zwei unterschiedliche Töne erzeugen, deren kontinuierlicher Klang sehr magisch wirkt und an einen Bienenschwarm erinnert.
 

Regenstab (auch Rainmaker)

RegenstabIm Norden Chiles, im trockenen Klima der Atacama-Wüste, wachsen ganze Wälder von Quisca-Kakteen, die im lebenden Zustand in ihrem hohlen Innern viel Wasser speichern können. Nachdem sie abgestorben und verdorrt sind, werden sie von Einheimischen eingesammelt, die in traditioneller Handarbeit die langen Stacheln entfernen und die rauhe Oberfläche der Stämme leicht abschmirgeln. Danach werden die Stacheln umgedreht in wendeltreppenförmiger Anordnung wieder in den Stamm getrieben. Nun werden Flusskieseln eingefüllt und der Stab an beiden Enden verschlossen. Schliesslich werden auch noch die feinen Poren der Kakteenstämme durch den Kunsthandwerker mit einer feinen Firnis verschlossen, so dass die Steine nicht herausrieseln können. Durch Kippen und Drehen des Regenstabs rieseln die Kiesel über die Stacheln nach unten und erzeugen dadurch ein Geräusch, das an Regen erinnert. Das Klangspektrum reicht dabei vom feinen Nieselregen bis zum mächtigen Rauschen eines Platzregens und erinnert bisweilen an das gleichmässige Geräusch dicker Tropfen, die auf das dichte Blätterdach des tropischen Regenwaldes prasseln. Besonderen Spass bereitet es auch, einzelne Kiesel bei ihrer Reise über die Stacheltreppe nach unten zu verfolgen und dabei die unterschiedlichen Klänge der einzelnen Stachel wahrzunehmen, die so reich an Obertönen daherkommen.

Während in Südamerika die Medizinmänner (Brujos) mit dem rauschenden Klang den lange ersehnten Regen herbeilocken wollten, geniessen wir hierzulande vor allem die wohltuend entspannende und ausserordentlich beruhigende Wirkung des Regenstabs. Neben dem Kaktusstamm werden auch Schilfrohre und Bambusstäbe zur Herstellung von Regenstäben verwendet. Der besondere Klang entsteht jedoch unserer Meinung nach vor allem durch die besondere Beschaffenheit der Stacheln und deren Klangeigenschaften.
 

Oceandrum

OceandrumDie Oceandrum ist ein neu entwickeltes Instrument, das häufig in der Klangtherapie oder für Meditationen verwendet wird. In einem beidseitig geschlossenen, flachen Trommelkörper befinden sich viele kleine Metallkugeln, die bei schaukelnder Bewegung über das Fell rollen und dadurch ein Geräusch erzeugen, das an Meeresrauschen erinnert. Das Klangspektrum reicht hierbei, je nach Neigungswinkel, vom sanften Spiel der Wellen bis zur grollenden Brandung. Schliesst man die Augen, befindet man sich augenblicklich am Meeresstrand, wo man dem an- und abschwellenden Rauschen des Wassers zuhören und sich wunderbar entspannen kann. 

Muschelhorn

MuschelhornDer durchdringende Signalton des Muschelhorns verkündete im alten Indien den Sieg der Götter. Man verwendete dazu bereits in vorbuddhistischer Zeit naturgewachsene Triton-Muscheln, als Kult- und Ritualgegenstände. Die Spitze der Muscheln wurde abgetrennt und geschliffen. Bläst man darauf wie auf einer Trompete, erklingt ein aussergewöhnlich weittragender, tiefer und dominanter Ton, der durch den Schallraum entsteht, der sich gleichmässig innerhalb der Muschel weitet und so ein ungewöhnlich grosses Schallwellenspektrum hervorruft. Durch differenziertes Versenken der Hand im Gehäuse entstehen verschiedene Klangvariationen und Tonhöhen. Dieses Jahrtausende alte Signalinstrument kannte man ausserdem in Nepal, Tibet und in der Karibik. 

Heute gibt es auch bei uns Künstler wie zum Beispiel Christian Bollmann, die sehr virtuos auf dem Muschelhorn zu spielen verstehen.

Sansula

Die Sansula gehört zur Familie der Kalimbas und lässt sich ebenso leicht spielen, wie eine normale Kalimba. Das Instrument mit der patentierten,
freischwebenden Aufhängung des Klangblocks ist eine vollständige
Eigenentwicklung eines deutschen Herstellers.

Seit der Einführung im Jahr 2001 hat sich die Sansula innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller entwickelt und dabei tausende Freunde im In- und Ausland gefunden.

Das Besondere an der Sansula ist ihr unbeschreiblicher Klang.

Doch auch die Form überzeugt durch eine einfache und klare Logik. Der ovale Rahmen aus schichtverleimtem Buchenholz ist mit einer Klangmembran bespannt.
Der Klangblock in der Membran sorgt für einen lang anhaltenden, weichen Ton, der mit Leichtigkeit zu erzeugen ist. Überdies lässt sich durch Öffnen und Schließen der Unterseite des Rahmens ein eindrucksvoller Wah-Wah-Effekt” erzielen.

Die Stimmung - ein A-moll Klang mit zusätzlichem H und F - lässt durch Zupfen mit den Daumen wunderschöne Melodien beinahe von ganz allein entstehen. Darüber hinaus arbeite ich noch mit weiteren wundervollen Stimmungen dieses herrlichen Instrumentes.

Chakraphon

Die Chakraphon-Musikinstrumente sind auf den Grundton C 256 Hz oder A 432 Hz, basierend auf 8 Hz, gestimmt. Forschungen im Institute of Heartmath in den USA ergaben, dass das menschliche Herz im Zustand der Liebe auf 8 Hz schwingt. Das entspricht genau der Hauptresonanzfrequenz der Erde (der sog. Schumannfrequenz): Unser Planet pulsiert achtmal in der Sekunde (8 Hz). 8 Hz ist auch der Rhythmus der Alphawellen des Gehirns, auf den unsere beiden Gehirnhälften synchronisiert werden. 8 oder 14 Töne sind aus der Naturtonleiter abgeleitet und resonieren genau mit den entsprechenden Energiezentren (Chakren) im Körper des Menschen (Chakraphon-Stimmung). Durch das intuitive Spielen entsteht eine ausgleichende und harmonisierende Wirkung für Körper, Seele und Geist.

Das Spielen mit den Chakraphon-Musikinstrumenten ist frei und intuitiv, es gibt keine festen Vorgaben, aber verschiedene Möglichkeiten, das Instrument einzusetzen (u.a. zur Klangmassage). Bestens geeignet auch zur Einstimmung vor therapeutischen Sitzungen. Jeder Ton, der mit dem Instrument gespielt wird, basiert auf der Grundschwingung 8 Hz, mit der Hörer und Spieler unmittelbar in Resonanz gehen können.

Das Klangstäbespiel und Röhrenglockenspiel gibt es mit 8 oder 14 Tönen.